Gerinnungsdiagnostik
Die Gerinnungsdiagnostik (Koagulationspanel) bewertet die Fähigkeit des Körpers, Blutgerinnsel zu bilden und aufzulösen. Diese Tests werden vor Operationen, bei Verdacht auf Thrombose oder Blutung und zur Kontrolle der Antikoagulation angeordnet.
Wichtig. Gerinnungsergebnisse erfordern klinischen Kontext — ein einzelner Marker liefert selten das Gesamtbild.
Wichtige Marker
Fibrinogen
Protein an der Gerinnselbildung beteiligt. Erhöht bei Entzündung, Trauma und Schwangerschaft; erniedrigt bei DIC und schwerer Lebererkrankung.
D-Dimer
Abbauprodukt von Gerinnseln. Erhöhung kann auf Thrombose hinweisen, tritt aber auch in der Schwangerschaft, nach Operationen und bei Entzündung auf.
Prothrombinzeit (PT)
Zeit der Gerinnselbildung in der ersten Gerinnungsphase. Zur Kontrolle von Antikoagulanzien und Bewertung der Lebersynthesefunktion. Oft als INR angegeben.
Wann angeordnet
- Voroperative Abklärung
- Verdacht auf tiefe Venenthrombose oder Lungenembolie
- Unklare Blutungen oder Hämatome
- Kontrolle von Antikoagulanzien
- Schwangerschaft mit Thromboserisikofaktoren
- Erbliche Gerinnungsstörungen
Vorbereitung
- In der Regel nüchtern.
- Informieren Sie den Arzt über alle Medikamente — besonders Antikoagulanzien, Aspirin und NSAR.
- Bei Antikoagulanzien Zeitpunkt der letzten Dosis bestätigen.
Siehe auch: Kleines Blutbild · Biomarker-Katalog