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Biochemisches Blutbild

Das biochemische Blutbild bewertet Organfunktion und Stoffwechsel. Im Gegensatz zum Blutbild misst es Konzentrationen chemischer Substanzen — Enzyme, Elektrolyte, Proteine und Lipide — in Plasma oder Serum.

Wichtig. Die Ergebnisinterpretation erfordert einen Arzt unter Berücksichtigung von Symptomen und weiteren Tests.

Leberfunktion

Leberenzyme und Bilirubin spiegeln Hepatozyten- und Gallengangsstatus wider:

Nierenfunktion

Marker der glomerulären Filtration und renalen Exkretion:

  • Kreatinin — primärer Nierenfunktionsmarker
  • Harnstoff — Produkt des Proteinstoffwechsels, von Nieren ausgeschieden
  • Harnsäure — assoziiert mit Gicht und metabolischem Syndrom

Lipidprofil

Bewertung des kardiovaskulären Risikos:

Elektrolyte

Mineralien für Flüssigkeitsbalance und Nerven-/Muskelfunktion:

Proteine

  • Albumin — Hauptplasmaprotein, Marker der Lebersynthese und des Ernährungsstatus
  • Gesamtprotein — Gesamtkonzentration aller Serumproteine

Wann testen lassen

  • Jährliche Vorsorgeuntersuchung
  • Monitoring bei Diabetes, Hypertonie, Adipositas
  • Kontrolle unter hepatotoxischen oder nephrotoxischen Medikamenten
  • Abklärung von Gelbsucht, Ödemen, Schmerzen im rechten Oberbauch
  • Bewertung des Atherosklerose-Risikos

Vorbereitung

Blutentnahme nüchtern (8–12 Stunden). Fettige Speisen und Alkohol 24 Stunden vorher einschränken — sie beeinflussen Lipide und Leberenzyme. Informieren Sie den Arzt über alle Medikamente.

Siehe auch: Kleines Blutbild · Hormone · Biomarker-Katalog

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