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Hormonprofil

Hormontests messen Substanzen, die Stoffwechsel, Wachstum, Reproduktion und Stressreaktionen regulieren. Abweichungen können Müdigkeit, Gewichtsveränderungen, Zyklusstörungen und andere Symptome erklären.

Wichtig. Viele Hormone folgen circadianen und zyklischen Rhythmen — Zeitpunkt und Bedingungen der Blutentnahme sind entscheidend.

Schilddrüsenfunktion

Schilddrüsenhormone steuern den Stoffwechsel:

  • TSH — primärer Screening-Test der Schilddrüsenfunktion
  • Freies T3 — aktive Form des Schilddrüsenhormons
  • Freies T4 — Haupthormon der Schilddrüse

Stoffwechselhormone

  • Insulin — reguliert Glukose; Erhöhung kann Insulinresistenz anzeigen
  • Cortisol — «Stresshormon»; beurteilt Nebennierenfunktion

Reproduktionshormone

  • Testosteron — primäres Androgen; wichtig für Männer und Frauen
  • Estradiol — Hauptöstrogen; reguliert Menstruationszyklus
  • Prolaktin — an Laktation beteiligt; Erhöhung kann Zyklus stören

Vitamine und Mikronährstoffe

Formal keine Hormone, aber oft im erweiterten hormon-metabolischen Profil enthalten:

Wann angeordnet

  • Müdigkeit, unerklärliche Gewichtszunahme oder -abnahme
  • Menstruationsstörungen, Unfruchtbarkeit
  • Verdacht auf Diabetes oder Insulinresistenz
  • Kontrolle einer Schilddrüsenhormontherapie
  • Symptome von Vitamin-D-Mangel (Schwäche, Knochenschmerzen)

Vorbereitung

  • TSH, Insulin, Sexualhormone — meist nüchtern, morgens (7–10 Uhr).
  • Cortisol — strikt morgens (7–9 Uhr), in Ruhe.
  • Prolaktin — Stress und körperliche Anstrengung vor Entnahme vermeiden.
  • Dem Arzt Zyklusphase (Frauen) und Medikamente mitteilen.

Siehe auch: Biochemie · Biomarker-Katalog

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